Der Landschaftsfotografie Podcast von Nicolas Alexander Otto

 

 

Heute stelle ich euch den Landschaftsfotografie Podcast von Nicolas Alexander Otto vor. Ich weiß gar nicht mehr wie ich ihn gefunden habe, aber den Podcast von N.Alexander Otto kann ich euch allen nur in vollem Umfang empfehlen. Schon die erste Folge, in der sich Nicolas selbst vorstellt und seine Beweggründe zur Aufnahme des Podcast nennt, macht sofort Lust auf mehr. Die Neugierde auf das, was da noch kommen wird, ist geweckt. Alexander baut die einzelnen Folgen in Form eines Interviews auf, welches er immer in sehr lockerer Atmosphäre mit dem jeweiligen Gast führt. Hier ist der Name Programm, es werden nur Fotografen interviewt, die sich in der Hauptsache ihres Portfolios mit der Natur und Landschaftsfotografie beschäftigen. In meinem Blog Beitrag möchte ich nun den Spieß so zu sagen um drehen und werde Nicolas ein paar Fragen stellen.

Mit der Aussage, “Um ein wenig Communitybuilding zu betreiben, dachte ich, dass es interessant sei, die Leute hinter der Kamera vor das Mikrophon zu bekommen”, hat Nicolas mich natürlich genau auf dem richtigen Fuß erwischt. So organisieren Daniel Spohn, Nico Schütz und meine Wenigkeit seit einiger Zeit das arth4earth Syndikat, welches genau in die gleiche Kerbe stößt.

 


 

Würdest du dich und deine fotografische Arbeit kurz vorstellen?

Ich habe mit der Fotografie im Herbst 2006 angefangen und war inspiriert durch die Arbeiten von Fotografen wie Floris van Breugel, Alexandre Deschaumes und Guy Tal. Daher stand für mich von Beginn an fest, dass die Fotografie meine Art sein sollte, mit der ich Landschaften und Natur einfangen wollte. Zugleich war ich großer Fan von Bands wie Insomnium, Wolves in the Throne Room oder Immortal, bei denen Naturmetaphorik ein großen lyrischen und visuellen Stellenwert hat. Da ich mit meinen Eltern viel gereist war und zu Beginn meiner Studienzeit in Bochum viel im Ruhrgebiet war, brauchte ich ein Gegengewicht. Daher fing ich an zu reisen – nach Japan, Amerika, aber auch viel innerhalb Europas. Fotografie war für mich daher immer auch eine Ausrede, um auszubrechen aus dem Alltag – für meinen Eskapismus – und ist es bis heute. Meine Bilder sollen ein Stück Fernweh einfangen und festhalten, andere zur mentalen Reise und zum Verweilen einladen, aber auch dazu motivieren selbst die Ruhe und den Frieden der Natur aufzusuchen.

 

Was war deine Intention diesen Podcast zu gestalten?

Mein Podcast habe ich bereits seit langem in Angriff nehmen wollen, da ich vermehrt ähnliche Formate aus der amerikanischen Szene gehört habe; etwa fstop-collaborate and listen von Matt Payne oder Photography Roundtable von David Johnston. Ich habe ebenso seit je her die sehr kooperative Herangehensweise der Szene dort bewundert. Es gibt dort augenscheinlich viel mehr gegenseitige Unterstützung und allgemein Kontakt zwischen den Fotografen, als ich es hier in Deutschland erfahren habe, wo viele Landschaftsfotografen eher unter sich bleiben, oder vielleicht auch einfach keine lange Tradition der Landschaftsfotografie besteht, wie in England oder Amerika, daher nicht viele wirklich “organisiert” sind, oder Verbindungen zueinander haben. Um ein wenig Communitybuilding zu betreiben, dachte ich, dass es interessant sei, die Leute hinter der Kamera vor das Mikrophon zu bekommen. Dabei spielt es auch eine Rolle, dass ich bereits beim Radio gearbeitet habe und während der Promotion-Zirkel für meine Band selbst Interviews gebe, daher etwas Erfahrung mit dem Medium habe und auch einfach Spaß dran. Wenn man ein wenig zuhört und vllt. das Gefühl bekommt, dass es eben viele gleichgesinnte in der deutschen Szene gibt, dann wächst die Szene etwas mehr zusammen, glaube ich. Etwa einfach dadurch, dass die Hemmschwelle der Kontaktaufnahme sinkt. Wenn man schon etwas über anderen Fotografen weiß, fragt man vllt doch mal eher, wenn man gerade eine Info oder etwas Hilfe benötigt. Außerdem habe ich über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass alle Landschaftsfotografen, die ich so getroffen habe, bis auf ganz wenige Aufnahmen, einfach klasse Menschen sind, mit denen ich mich gerne unterhalte, weil sie einfach viele bemerkenswerte Geschichten zu erzählen haben und ich selbst natürlich auch immer etwas aus dem Austausch lernen kann. Das will ich auch für andere zugänglich machen.

 

Nach welchen Kriterien suchst du die Interview Partner in dem Padcast aus?

Bisher habe ich es immer so gemacht, dass ich natürlich Fotografen aussuche, bei denen ein gewisser Qualitätsstandard der Bilder gegeben ist und ich glaube, dass sie interessante Gesprächspartner sind. Also etwa solche, die außergewöhnliche Orte bereist haben – etwas was mich persönlich immer sehr reizt – gerade ein Projekt abgeschlossen haben, welches spannend ist und über das man sprechen könnte, oder vllt. einfach auch, weil sie einen besonderen Stil pflegen der mich anspricht, oder etwas berichten, was meine Zuhörer unterhaltsam oder hilfreich finden.

 

Du fragst zum Abschluss immer, welchen Interview Partner deine Gäste sich noch wünschen. Ich drehe die Frage mal um. Welche Gäste wünschst du dir noch?

Ich habe noch viele Leute auf der Liste stehen, aber ich möchte nicht unbedingt Preis geben wen genau, da ich keine falschen Hoffnung wecken möchte. Es ist natürlich für Profis, welche wenig Zeit haben, immer eine Frage ob es für sie ein gutes Investment ihrer Zeit ist, bei mir in den Podcast zu kommen. Daher kann ich verstehen, dass ich auch schon ein paar größere Namen hatte, die mir abgesagt haben. Ebenso gibt es ja auch Menschen, die der selbst-darstellerische Aspekt des Formats nicht so gefällt, das respektiere ich. Aber ich bin bereits mit einigen im Gespräch und werde von meiner persönlichen Liste auch sicherlich noch einige dazu bewegen können, etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern.

 

Was sind deine nächsten Pläne als Fotograf

Meine Pläne für den Podcast sind erst mal die erste Season soweit zu Ende zu machen, und dann ein Fazit zu ziehen, Feedback einzuholen und dann evtl. nach Partnern zu suchen, um das Format zu unterstützen damit ich mehr Reichweite generieren kann, um weitere Fotografen davon zu überzeugen, Teil des Projekts zu sein. Vllt. werde ich es auch noch ausbauen, das hängt von Zeit und Geld und auch allgemeinem Interesse der Zuhörer ab. Andere Pläne für dieses Jahr sind auf jeden Fall, ein paar größere fotografische Projekte anzustoßen, da ich so was aber leider nur in Kooperationen angehen kann, bin ich im Moment noch in der Planungsphase und suche nach Partnern für die Realisation. Leider ist davon noch nichts spruchreif, daher kann ich leider nichts konkretes sagen. Sonst plane ich wie immer einige Fototrips und Workshops, letztere kann man auch auf meiner Homepage finden.

 

Gibt es so etwas wie ein “Must-have” als Foto, ein Bild, das du unbedingt machen möchtest.

Must-have Fotos gibt es noch zahllose. Wobei das mit den Orten einher geht die ich noch besuchen möchte und hier ist wirklich nur der Himmel die Grenze. Ich würde gerne mit meinem Freund Jonas Piontek einmal nach Venezuela, das Catatumbo Gewitter festhalten, oder die verlassenen Walfangstationen auf Südgeorgien bebildern, Mt. Odin auf Baffin Island unter Nordlichtern oder einen Vulkanausbruch in Kamchatka fotografieren, nur um so ein paar zu nennen. Es gibt noch so viele Orte auf der Welt, wo es nur wenig Menschen hin verschlägt die ich besuchen möchte um dort zu fotografieren.

 

Zum Abschluss meines Beitrags bleibt mir noch Nicolas für das kurze Interview zu danken, sowie euch die Links zu den inzwischen erschienenen Folgen des Podcast unten an zu hängen. 

Podcast S01 E01: Michael Breitung 

Podcast S01 E02: Bastian Werner

Podcast S01 E03: Pia Steen

Podcast S01 E04: Felix Röser

Podcast S01 E05: Raico Rosenberg

Podcast S01 E06: Jan Pusdrowski

 

 

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