2019 Schottland



Reisebericht Schottland [1] – Die Fähre

Als ich an Sylvester 2018 zuhause auf der Couch saß und mir überlegt hatte wo es wohl im Februar 2019 noch kurzfristig zum fotografieren hin gehen könnte war die Idee mit Schottland schnell geboren. Thomas Zilch und Silke Schüttler, die ich beide sehr schätze waren 2018 dort und haben mich auf die Idee gebracht. Nicht das es jetzt wirklich eine gute Reisezeit ist, aber ich dachte “Drama werden wir haben”.

Jetzt war es passiert. Wie sagt DNS.art immer so schön? “Ich glaub ich hab Fotografen Tourette, wenn eine Idee geboren ist muss die umgesetzt werden”. Nichts leichter als das. Schon kamen die ersten organisatorischen Fragen auf mich zu? Wie sollte ich dort hin kommen und vor allem, wer ist so bekloppt und fährt da mit? Na ja, ich hab ja vor einiger Zeit mit Daniel Spohn und Nico Schütz zusammen das “art4earth Syndikat” gegründet. In diesem tummeln sich einige Landschaft und Natur Fotografen denen ich das durchaus zutraue das die so bekloppt sind. Was soll ich groß erzählen? Gefragt hab ich Daniel, Nico und Forest Walker Photography. Zugesagt haben mehr oder weniger sofort Pascal und Nico. Daniel musste leider nach reiflicher Überlegung absagen. Er steckt mitten in der Produktion der Tasmanien Multivision die wir mit Natur im Fokus – Fotoreisen, Workshops, Multivision als Premiere am 31.03.2019 in Wemmetsweiler zeigen. Die Gefährden waren also gefunden.

Aber wie kommen wir zur Isle of Skye, dem eigentlichen Ziel der Reise? Nach etwas Recherche musste ich fest stellen, das die B+B Hotels fast alle nicht geöffnet sind. “Normale” Hotels wollen wir nicht. Eine andere Lösung muss also her. Die zweite bekloppte Idee war geboren. Wir fahren mit einem Wohnmobil !! Dieses fand ich nach etwas Recherche auf der Seite von PaulCamper. Einem Portal auf dem private Anbieter ihre Fahrzeuge inserieren und vermieten. Sehr interessant und kostengünstig. Noch schnell die Fähre bei DFDS Deutschland von Amsterdam nach Newcastle (New South Wales) gebucht und schon waren wir startbereit.


Aber wie kommen wir zur Isle of Skye, dem eigentlichen Ziel der Reise? Nach etwas Recherche musste ich fest stellen, das die B+B Hotels fast alle nicht geöffnet sind. “Normale” Hotels wollen wir nicht. Eine andere Lösung muss also her. Die zweite bekloppte Idee war geboren. Wir fahren mit einem Wohnmobil !! Dieses fand ich nach etwas Recherche auf der Seite von PaulCamper. Einem Portal auf dem private Anbieter ihre Fahrzeuge inserieren und vermieten. Sehr interessant und kostengünstig. Noch schnell die Fähre bei DFDS Deutschland von Amsterdam nach Newcastle (New South Wales) gebucht und schon waren wir startbereit. Dieses fand ich nach etwas Recherche auf der Seite von PaulCamper. Einem Portal auf dem private Anbieter ihre Fahrzeuge inserieren und vermieten. Sehr interessant und kostengünstig. Noch schnell die Fähre bei DFDS Deutschland von Amsterdam nach Newcastle (New South Wales) gebucht und schon waren wir startbereit.

Am 02.02.2019 ging es dann los. Abfahrt bei mir vor der Haustür in der schönen Gemeinde Marpingen war um 7.00Uhr. Die Fahrt nach Amsterdam und auf die Fähre lief Problemlos ab. Dort verbrachten wir 16 Stunden um gegen 9.00Ur am 03.02.2019 in Newcastle wieder das Schiff zu verlassen. Der Sonnenaufgang auf Deck war schon mal der erste echte Hingucker der Reise. Durch eine Knobel Runde in drei Sätzen hatte es sich ergeben das Nico als erstes in den Linksverkehr mit einem links gelenkten Wohnmobil starten durfte. 

Am 02.02.2019 ging es dann los. Abfahrt bei mir vor der Haustür in der schönen Gemeinde Marpingen war um 7.00Uhr. Die Fahrt nach Amsterdam und auf die Fähre lief Problemlos ab. Dort verbrachten wir 16 Stunden um gegen 9.00Ur am 03.02.2019 in Newcastle wieder das Schiff zu verlassen. Der Sonnenaufgang auf Deck war schon mal der erste echte Hingucker der Reise. Durch eine Knobel Runde in drei Sätzen hatte es sich ergeben das Nico als erstes in den Linksverkehr mit einem links gelenkten Wohnmobil starten durfte. 

Reisebericht Schottland [2] – Buachaille und Etive Mor

Noch am ersten Tag sind wir von Newcastle aus bis nach Glencoe hoch gefahren. Gerade noch so kommen wir vor der Dämmerung im Gebiet um Glencoe, Highland an. Von Loch Lomond, Scotland kommend fahren wir auf der A82 bis wir einen geeigneten Stellplatz für unser Wohnmobil finden. Auf dem ausgewiesenen Parkplatz direkt an der A82 ist leider kein Platz mehr zu finden. Wenige hundert Meter die Straße zurückkönnen wir uns in einer kleinen Auffahrt auf einen Nebenweg klein machen und dort so parken, dass wir auch über Nacht niemanden stören werden.

Die Straße läuft hier durch eine schmale Ebene, die fast unmittelbar an unserem Parkplatz schon in einen kleinen Berg übergeht. Auf der anderen Straßenseite zieht sich eben diese Ebene noch mit einem Flusslauf bis zu einem höheren Gebirge hin. Wir entschließen uns den Hang auf unserer Seite einige Hundert Meter weit hinauf zu wandern und von dort aus in erhöhter Position den Gegenhang, Fluss und die Straße als Bildaufbau zu wählen. Schon in der Dämmerung steigen wir im Schnee auf und machen uns fertig zum Fotografieren. Was heißt wir steigen auf? DNS.art läuft mit Schritten so groß wie die von Kareem Abdul-Jabbar vorne weg. Verzweifelt versuche ich die ersten 100 Meter noch mit zu halten. “Vergiss es”, denke ich nur noch bei mir und mache mich langsam in meinem Tempo auf den Weg. Oben angekommen nutze ich selbst verständlich die Möglichkeit und setzte auch die Lichtspuren der vorbei fahrenden Autos in Szene. Keine reine Natur Fotografie, aber es macht einfach Spaß.

Nicht nur zum Fotografieren macht die Szene extrem Spaß. Forest Walker Photography hat seine Drohne flugbereit gemacht und filmt uns und die Landschaft aus verschiedenen Einstellungen. Als ich gerade wieder eine 3Min. Belichtung laufen habe und etwas unbeteiligt an der Aktion bin wundere ich mich nicht schlecht als Pascal mich ganz ruhig und völlig entspannt fragt, “Sieht einer von euch die Drohne noch?” In einer Komposition von schwarzen Bergen und Steinen mit weißem Schnee ist die nur ca. 20cm lange DJI MAVIC nicht mehr auszumachen. Pascal aber bleibt auch noch entspannt, als der Akku wild blinkt und meint, die Drohne müsste jetzt landen. Im letzten Moment bekommt Pascal wieder Sichtkontakt und kann auch über die Live Ansicht auf der Fernbedienung sicher landen.

Zufrieden mit der Ausbeute der ersten Lokation und das es endlich losgegangen ist mit dem fotografieren kehren wir gegen 21.00Uhr zum Wohnmobil zurück. Dort kochen wir uns zuerst einmal einen feines Abendessen. Pascal serviert gefüllte Tortellini mit Thunfisch an einer feinen Tomatensauce im Wasserbad.

Oha, 6.00Uhr wecken. Die erste Nacht im Wohnmobil war top. Die Müdigkeit hat uns alle fest und entspannt schlafen lassen. Schon 30Min. Später sind wir auf der Straße in Richtung Buachaille Etive Mòr. Gerade einmal 10Min. Fahrt sind es von unserem Schlafplatz aus. Direkt an den Wasserfällen ist ein kleiner Platz für 2 Wohnmobile. Wir machen uns sofort auf zu den Wasserfällen und dem Fluss der selbige speist. Eine fotografisch perfekte Gegend. Viele kleine Wasserfälle, Zuflüsse, Pools und Pfützen. Als der Sonnenaufgang dann noch den Himmel und das Wasser einfärbt sind wir überglücklich und nicht mehr zu halten. Mehrfach vernehme ich auch der Richtung wo @dns.art steht ein kurzes “Boaaaaaaa, das ist ja wohl der Hammer”.

Gute 4-5 Stunden halten wir uns hier auf und fotografieren bis die Sensoren glühen. Die Landschaft ändert sich mit jeder Minute in der die Sonne ein anderes Licht zaubert. Dass dieser Sonnenaufgang im Februar in Schottland nicht an der Tagesordnung ist, werden wir in den nächsten Tagen noch erfahren. Am Nachmittag dann geht es auf zur Isle of Skye. Unser erstes Ziel wird die kleine Ortschaft Elgol, Highland, United Kingdom sein, wo wir die nächste Nacht verbringen wollen.

Reisebericht Schottland [3] – Die Wanderung zum Camasunary.

Ich merke gerade wie extrem es ist wenn ich eine Woche rein zum fotografieren unterwegs bin. Schon nach kurzer Zeit ist es kaum noch möglich die Daten und Laktionen der einzelnen Tage auseinander zu halten. Da liebe und lobe ich mir mein kleines Reisetagebuch das meine Frau mir 2007 vor meiner ersten Madagaskar Reise geschenkt hat. Seit dem ist jede Reise mit jedem Tag dort kurz zusammengefasst. Das Buch ist einfach gold wert.

Nun aber nach Schottland im Februar 2019. Es ist Dienstag der 5.02.2019. Nachdem wir uns Gestern in Elgol, Highland, United Kingdom etwas verfranzt hatten um einen Parkplatz für das Wohnmobil zu finden geht der heutige Tag sehr ereignisreich los. Meine zweit Gefährten haben es sich in den Kopf gesetzt heute Nacht zum Sgurr Na Stri auf zu steigen. Meine Wenigkeit hingegen kann da körperlich nicht ganz mit halten. So beschloss ich mich auf zum Strand von Camasunary zu machen. Von hier aus sollte mich ein grandioser Blick in die Black Cuillins, Isle of Skye, Scotlanderwarten.

Nachdem die beiden leicht verwirrt um 3 Uhr aufgestanden sind um den Weg in Angriff zu nehmen, bin ich dann gegen 5.30Uhr auch raus um mir meinen Teil der Strecke zu erarbeiten. Ich wusste das mich einige km Strecke und auch einige Höhenmeter erwarten werden. Im Prinzip laufe ich genau auf der Strecke die auch DNS.art und Forest Walker Photography vor mir gegangen sind. Dies nur sehr viel langsamer und mit mehr Blicken nach links und rechts. Die beiden Verrückten werden in ihren Berichten sicher ausführlich beschreiben was sie an jenem Dienstag erlebt haben.

Von Beginn an geht der Weg steil bergauf und schlänget sich durch eine fast schon unwirklich schöne Landschaft aus Moosen, Gräsern, Flechten, Bächen und Seen nach oben. Im Hintergrund immer die verschneiten Berge. Ein Traum für jeden Fotografen. Oben auf dem Kamm angekommen gibt der Wanderweg den Blick zum Strand von Camasunary frei. Ich beschließe genau hier zu bleiben und mir die Situation zu erarbeiten. Leider hatte ich mir in den Kopf gesetzt eine schöne Langzeitbelichtung durchzuziehen. Vom Meer her drückte ein starker Wind landeinwärts und den Hang hinauf, oben auf dem Grat wo ich stand war es sagen wir mal etwas zugig. Belichtungstechnisch muss ich 3 Minuten belichten. Hmmmm, also den Rucksack ans Stativ gehängt und ein Stoffseil vorne um die Linse gebunden. Diese mit etwas Zug am Stativ fest gebunden und Feuer frei. Wieder wird meine Aussage bestätigt, dass du im Februar in Schottland noch nicht ein Foto geschenkt bekommst.

Wie bereits erwähnt sind meine beiden Gefährten auf dieser Reise bereits früher los und auf den Berg gewandert den ich auf der anderen Seite des Strandes sehe. Gehört hb ich von den beiden allerdings seit 3 Uhr nix. Ob die da hoch gekommen sind und wenn ja dann wie? Gerade gehen mir genau diese Gedanken durch den Kopf. Plötzlich schießt wie aus dem Nichts ein Rettungshubschrauber der Bergwacht an mir vorbei. “Oha” denke ich und beruhige mich selbst. Als selbiger Hubschrauber allerdings genau auf den Berg zu hält, wo ich die beiden vermute, wird mir doch ewas warm. Keine Sorgen, die beiden sind ok. Aber etwas warm wurde mir in dem Moment schon ums Herz. Später hören wir dann das ein Einsiedler aus seiner Hütte am See gerettet werden musste.

Auch dieser Tag endet wieder im Wohnmobil mit einer Variation von Torteillinie mit ……..

Reisebericht (4) – Die Fairy Pools

Wie immer sind, wir noch am Nachmittag gestartet um an die nächste Lokation zu gelangen. An dieser Stelle der Reise allerdings wurde uns zur ersten Mal wirklich bewusst, dass die eigentliche Planung der Lokationen nicht zu schaffen war. DNS.art hatte sich viel Arbeit gemacht und insgesamt 12 Lokationen zum Fotografieren eingeplant. Alle nach Sonnenstand und Himmelsrichtung eingetaktet. SO werden Fotoreisen geplant. Wir reisen zum Fotografieren und fotografieren nicht auf einer Reise 🙂

Als nächster realistischer Halt wurden nach einer kurzen Besprechung die Fairy Pools ausgemacht. Zu diesem Zweck mussten wir uns vom Neist Point Lighthouse und seinem Leuchtturm leider verabschieden. Da bleibt eine Rechnung offen. Dies ist übrigens immer der beste Weg sich eine weitere Reise in die gleiche Ecke schön zu reden. “Da muss ich nochmal hin, ich habe noch eine Rechnung mit ……. offen”, höre ich mich oft selbst sagen. Die Fairy Pools erreichen wir in der Dunkelheit in einem unglaublichen Sturm und Regen Szenario. Für uns als Flachlandbewohner sind die Wetterbedingungen hier schon eine ganz besondere Herausforderung. Der Wind peitscht derart gegen das Wohnmobil das wir uns entschließen nicht auf dem Hauptparkplatz der Fairy Pools, sondern ein gutes Stück die Straße zurück in einer geschützten Parkbucht zu übernachten. In dieser Nacht muss mehrfach die Welt untergegangen sein, so wie unser Wohnmobil gewackelt hat, wurde sie gleich drauf aber wieder neu aufgebaut.

Die Pools selbst erreichen wir am nächsten Morgen gegen 6:30Uhr. Wie fast immer sind wir das einzige Wohnmobil und nur eines von zwei Fahrzeugen überhaupt auf dem Parkplatz. Wenn man bedenkt, dass der Parkplatz locker für 100 Autos reicht und hier ein Kassenhaus steht, weiß ich genau was hier in der Saison abgeht. Da wird mich keiner hier herbekommen. Die Fairy Pools sind sehr einfach und gut zu erreichen. Schon nach ca 500 Metern gehen die ersten kleinen Wasserfälle und der Bachlauf los. Dieser kleine Bachlauf, der im Sommer sicher nicht mehr als Rinnsal ist entpuppt sich nach dem Regen und Schnee der letzten Tage allerdings als veritabler Bach mit einer Tiefe von locker 50cm. Test für die guten neuen Hanwag – Outdoor Footwear Since 1921 Schuhe. Rein ins Wasser und schnell über ein paar Steine gesprungen die im Wasser liegen. Die Dinger sind jeden Cent wert. Trockenen Fußes kann ich weiter laufen. Nico und ich gehen relativ schnellen Schrittes direkt einige KM den Fluss hinauf und orientieren uns an den verschiedenen Fotopunkten. Forest Walker Photography hat sich einen eignen Weg überlegt und wird später mit der Drohne zu uns stoßen. Oben an einem breiten Wasserfall angekommen wollen wir mit dem Fotografieren loslegen und uns dann langsam den Fluss entlang nach unten kämpfen.

Es war bedenkt und windig als wir gerade loslegen wollen. Nico, von dem Kachelmann alles gelernt hat, was er kann schaut über meine Schultern an mir vorbei und sagt, “Ich glaub, da kommt was!”. Wenn Nico sagt, “da kommt was” zucke ich immer leicht zusammen. Ein normaler Regenschauer ist dem Typ, nämlich völlig Latte. Wir lassen uns nicht beeindrucken und bauen auf. Stative ausrichten, Rollei Filter montieren und Polfilter eingestellt. Dann öffnet irgendeine Macht alle Schleusen die der Himmel zu bieten hat. Innerhalb von 30 Sekunden beginnt es leicht, mehr, schwer, heftig und ach du Schei…. zu schütten was die Wolken hergeben. Der Wind frischt zu einem Orkan auf. So was hab ich noch nicht erlebt beim Fotografieren. Beide kauern wir uns über die Kameras. Zum ersten Mal überhaupt ziehe ich die Regenhüllen über meinen f-stop Gear Rucksack und warten ab. 15 Minuten dauert das Schauspiel. Endlich können wir loslegen, es wird sogar hell und die Berge im Hintergrund werden wieder sichtbar. Bis sich das Szenario nach 30Min wiederholt. Schottisches Wetter halt. Wie sagen die Schotten so schön? “Wenn dir das Wetter nicht passt, warte einfach 30Minuten”. Ein kleiner Ausblick auf das uns am letzten Tag der Reise erwarten wird, dazu aber später mehr.

Die Pools selbst sind extrem fotogen und für mich, der sehr gerne am Wasser fotografiert einfach genial. Langzeitbelichtungen von 2 Sekunden bis 3 Minuten kannst du hier durch Ziehen. Es ist unfassbar. Auf 3km Wegstrecke finden sich sicher 10-12 erstklassige Kompositionen und Möglichkeiten ein Landschaft Foto zu gestalten. Bis in den späten Nachmittag fotografieren wir diese geniale Gegend. Auf dem Rückweg stellen wir schnell fest warum wir über den Tag verteilt nur 2-3 Menschen an den Wasserfällen angetroffen haben. Auf dem Parkplatz standen inzwischen sicher 20 Autos. Nur ging kaum jemand über den Bach und wollte ich die Füße nass machen. Gut für uns.

Reisebericht (5) – Quiraing Isle of Skye

Noch 2 Tage werden wir nun in Schottland sein. An diesem Tag wollen wir nun das Gebiet um den Quiraing erarbeiten. Der Quiraing ist eine geologische Formation ganz im Norden der Isle of Skye. Auf dem Weg zu unserem Übernachtungsplatz, halten wir bis zum Sonnenuntergang noch in dem kleinen Ort Brogaig. Wo wir uns für ca. 1 Stunde der Seascape Fotografie widmen konnten. Ich freue mich ganz besonders das dies noch funktioniert hat. Seit meinem Aufenthalt auf Teneriffa am Playa de Benijo, liebe ich diese Art der Fotografie.

Auf dem Parklatz angekommen stellen wir zunächst einmal unseren Camper auf die Keile, um wenigstens etwas gerade positioniert zu stehen. Nach einem erstklassigen Abendessen lassen wir den Tag ausklingen und stellen den Wecker. Wie jeden Morgen starten wir auch heute schon lange vor Sonnenaufgang zur Wanderung in Richtung der ersten Lokation des Tages. Hier im Quiraing gibt es einige sehr bekannte Lokationen von denen aus der Sonnenaufgang zu fotografieren ist. Wir nehmen und vor genau diese im Kopf vorgefertigten Bilder nicht zu suchen und zu reproduzieren. Viel mehr wollen wir uns den Hang und die gesamte Lokation selbst erarbeiten. Thomas Zilch und Silke Schüttler hatten mir, wie schon an den Fairy Poolsden Tipp gegeben auch hier weiter zu laufen als der Erste Blick es sagt. So wandern wir bei herrlichem Wetter Kilometer für Kilometer immer an der Ostflanke des Berges entlang. Der Sonnenaufgang Heute ist sagen wir mal “DER HAMMER”. Die aufgehende Sonne verstärkt mit ihren gelben und roten Strahlen die natürlichen Farben der Flechten und Moose noch einmal extrem. Ich denke kurz für mich “Wenn ich bei Adobe Photoshop Lightroomdie Sättigung so hoch drehen würde, glaubt mir das kein Mensch”.

Wir können fast nicht genug bekommen von dieser Lokation. Hier trifft es sich perfekt, das wir an diesem Tag nur noch wenige Kilometer zum Parkplatz des The Old Man of Storr fahren wollen. So nehmen wir uns alle Zeit der Welt um diesen wunderbaren Tag in vollen Zügen zu genießen. Ein weiteres Mal hat das VisitScotland – Schottlands FremdenverkehrsamtRecht. Das Wetter ist unberechenbar. Heute ist es einfach unfassbar schön und angenehm.

So ergibt es sich auch das wir uns immer wieder aus den Augen verlieren und nach einiger Zeit wie an einer Leine gezogen dann wieder plötzlich an der selben stelle stehen. Wir sind alle drei total überwältigt von dieser Landschaft, diesem Licht und der Wärme die uns hier verwöhnt. Forest Walker Photographyhatte schon ganz zu Beginn der Wanderung eine Felsnadel entdeckt und ausgerufen “da will ich hoch”. Irgendwann stehen wir alle drei auf verschiedenen Felsnadeln und sind hin und weg. Die Kameras klicken und machen ein Bild nach dem anderen. Jetzt kommt der Moment für den ersten Einsatz der DJI Drohen für Heute. Pascal macht einige Überflüge und filmt DNS.art und mich in der Landschaft.

Nach 7 Stunden Wandern und intensivem Fotografieren geht es dann zurück zum Wohnwagen. Was soll ich sagen, genau jetzt entdeckt Nico Schütznoch einen Hügel auf dem wir noch nicht waren. Hahahah, das geht gar nicht. Da müssen wir hoch. Auf der anderen Straßenseite geht es auf drei Etagen bis auf ein kleines Plateau hinauf. Von hier ist die Landschaft völlig anders zu betrachten. Gut das wir die Stecke noch gemacht haben. Danke Nico !!!!

Was für ein Tag geht hier zu Ende? Sicher der mit dem besten Wetter der Tour. Wir haben eine der schönsten Landschaften gesehen die ich je erleben durfte. 13km sind wir gewandert, 8 Stunden gelaufen. Alles zusammen “DANKE SCHOTTLAND”

Reisebericht Schottland (6) – The old man of storr

Solltest du meine Reiseberichte 1-5 schon gelesen haben wirst du wissen das wir auf der Reise bisher alles an Wetter hatten was zu erwarten war. Heute aber hatte das Wetter seinen endgültig großen Auftritt. Wir hatten uns verabredet den Wecker auf 6.00 Uhr zu stellen, und um 6.30Uhr los zu ziehen um den Aufstieg zum Bewacher des Storr an zu gehen.

Schon in der Nacht dachte ich ab und an wir seien schon auf der Fähre, so wackelte das Wohnmobil. Es stürmte und regnete draußen einfach nur am Stück. Der Wecker klingelte trotzdem um 6.00Uhr. Nix regt sich im Wohnmobil. Forest Walker PhotographyDNS.art und auch ich haben wohl erst mal beschlossen das es keinen Wert hat da raus zu laufen. So dachte ich zumindest. Plötzlich geht das Licht an. Nico steht auf und zieht sich wie in Trance an um los zu ziehen. Ach ja, nur mal so. Es regnet waagerecht vor dem Wohnmobil. Irgendwie merkt er dann das Pascal und ich keinerlei Anwandlungen haben um uns fertig zu machen. So kommt es das wir uns den Aufstieg zu Old Man dreifach teilen. Nico zieht los, er war wohl zu faul sich wieder aus zu ziehen. Nach 1,5 Stunden rufen wir ihn an. Er schreit ins Handy “AAAAALTER, wenn ihr kommt zieht euch warm und wasserdicht an. Nehmt wenig Gepäck mit”. Pascal schaut etwas verdutzt, macht sich fertig uns zieht los. Meine Wenigkeit spielt noch etwas auf Zeit. In dem Alter ist man nicht mehr so sprunghaft, da kann man nicht mehr jedem Impuls nach laufen.

Gute 2 Stunden nach Nico mache ich mit auch auf zum Aufstieg. Nach 1km weiß ich was Nico gemeint hat. Sobald der Weg aus dem Windschatten eines kleinen Hügels heraus tritt, trifft mich ein Wind der mir fast die Jacke auszieht. Die Wassertropfen sind dick wie M&M und fühlen sich auf der Haut an wie Reiskörner. Jetzt muss der innere Schweinehund halt mal einen auf die Mütze bekommen. Weiter geht es immer steil bergauf. Einige kleine Schneefelder und Bäche müssen überquert werden bis endlich das Ziel erreicht ist. Zu diesem Zeitpunkt bin ich bereits völlig durch den Wind. Dies im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade als ich meine Canon EOS 5D Mark IV Camera aufgebaut habe höre ich einen Schrei aus dem Hintergrund. “CHRISTIAN, wie geil. Wo kommst du den her?” Nico und Pascal stehen hinter mir. Wieder einmal haben wir uns doch wieder alle drei gefunden.

Das Fotografieren bei diesen Bedingungen ist eine einzige Herausforderung, an mich und meine Kamera. Das Rollei Alpha liefert erstklassige Standfestigkeit. Natürlich kommt der Wind und auch der Regen genau aus der Richtung in die wir fotografieren müssen. Also heißt es, wischen-fotografieren-wischen…….. Wir halten ca.30Minuten durch und beschließen dann alle zusammen ab zu steigen. Alle nass bis auf die Unterhosen, es ist kalt, es stürmt wie sonst was. Aber wir sind rund um zufrieden. Was für ein Ritt? Dieser Tag bei diesen Fotobedingungen hat alles in den Schatten gestellt was ich bisher erleben durfte. So hab ich noch nie um 2-3 Bilder gekämpft die man vorzeigen kann. GEIL

Zu Ende ist der wilde Ritt aber noch nicht. Wir wollen ja noch ca. 4-5 Stunden Richtung DFDS Deutschland Fähre fahren. Nico wird als Fahrer auserkoren. Es stürmt und regnet weiter vom Feinsten. Die Fahrt in dem Wohnmobil ist ein Kampf mit den Elementen. Als wir an die Skye Bridge kommen lesen wir auf einer LED Wand, “Brücke für hohe und leichte Fahrzeuge wegen Sturm gesperrt”. Nach ca. 0,001 Sekunden intensivem Überlegen beschließen wir das wir nicht gemeint sind. Auf der Brücke begleitet uns dann noch ein Krankenwagen mit Horn und Blaulicht. “Wenn Adrenalin, dann aber richtig”, sagt Nico. Die Karre schaukelt wie ein Grashalm im Wind. Lebensmüde sind wir natürlich nicht. Der Krankenwagen war genau so gebaut wie wir auch. Wenn der fährt können wir das auch.

Nach einer Übernachtung auf halber Strecke und einer “gemütlichen” Rückfahrt mit der Fähre, kommen wir gesund und munter am Sonntag den 10.02.2019 wieder in Deutschland an. Ich kann nur DANKE sagen zum Ende dieser Reise.


DANKE Scotland und Isle of Skye

Danke, euch allen die ihr meine Berichte gelesen habt. 
Danke, Nico Schütz und Pascal Meier für diese Reise
Danke, Thomas Zilch und Silke Schüttler für die Tipps 
Danke, Rollei Deutschland GmbH für die Ausstattung 
Danke, Natur im Fokus – Fotoreisen, Workshops, Multivision