Tropfen fotografieren

In den letzten Wochen und Monaten ist die meist gestellte Frage an mich als Fotograf „wie machst du diese Tropfenbilder“. Um hier erste Antworten zu geben und vielleicht den einen oder anderen meiner Leser auch auf den Geschmack zu bringen schreibe ich diesen Blog Eintrag.

Die Tropfenfotografie ist im weiten Feld der experimentellen Fotografie eine ganzeigne Sparte. Es sind viele Kleinigkeiten zu beachten die alle zusammen zu einem guten Ergebnis führen können.

Erste Inspiration und auch Ideen zu dieser Art der Fotografie konnte ich bereits von Daniel Nimmervoll und Markus Reugels erhalten. Die beiden sind wohl die Vorreiter auf diesem Gebiet und verfügen über einen unglaublichen Wissensstand der Zusammenhänge.

Aber nun zum Thema. „wie machst du diese Tropfenbilder?“ Hier exemplarisch mein Vorgehen in chronologischer Reihenfolge.

  • Am Abend vor dem Shooting bereite ich die Tropfenflüssigkeit aus einem Xanthan/Spiritus/Wasser Gemisch vor.
  • Der Grundaufbau zum Arbeiten mit einem Ventil ist zu Beginn immer gleich. Ich taste mich vor bis aus ca 40-50cm Fallhöhe eine schöne Wassersäule entsteht die ca. 8-15cm aus dem Becken zurück springt.
  • Danach wird über die Steuerung ein zweiter Tropfen auf den höchsten Punkt der Säule gesetzt. Dies verursacht den Tropfen auf Tropfen Effekt.
  • Nun kommt die zweite Schwierigkeit. Die homogene Ausleuchtung ohne Ränder der Wasserschale oder Schatten ist teilweise schwieriger als die Steuerung der Tropfen.
  • Mit unterschiedlichen Folien (Lee) vor den Blitzen und Farben in der Tropfenflüssigkeit sind der Vielfalt keinerlei Grenzen gesetzt.

Dies ist sicher nur ein sehr kurzer Abriss zu der Technik die hinter der Tropfenfotografie steckt. Es sind viele Kleinigkeiten und Parameter zu beachten die Einfluss aus die Gestaltung nehmen.

Als zweiten Punkt stellt sich die Frage des Equipments. Es ist sicher möglich TaT mit einem Infusionsbesteck und viel Glück zu machen. Was aber der große Reiz an einer elektronischen Steuerung aus macht ist die Möglichkeit die Ergebnisse zu reproduzieren. Das von mir verwendete Equipment stellt nur eine Möglichkeit dar.

  • Als Steuergerät nutze ich den Dieser kann im Packet mit allen notwendigen Kabeln erworben werden. Bei Interesse einfach anfragen.
  • Als Blitze nutze ich die Yongnuo-Speedlite-YN-560-Mark-II die alle über einen Canon 580II angesteuert werden.
  • Das Wasserbecken ist eine PVC Wanne aus dem Baumarkt mit ca.40% Lichtdurchlässigkeit.
  • Als Kamera nutze ich eine 40D und wahlweise eine 5D von Canon.
  • Die Ventile sind Kettenöler aus ebay
  • Dazu viel Kleinkram !!!

Und jetzt viel Spaß und macht mir nicht zu viel Sauerei im Studio