Retro Adapter im Test

Retro Adapter im Test

Ich kann an dieser Stelle natürlich keine Laborwerte und auch keine gemessenen Unterschiede veröffentlichen. Da stehe ich eh nicht so drauf. Was sollen mir all die Kurven und für mich völlig nichts sagenden Werte sagen die immer in den ganzen Fotozeitschriften veröffentlicht werden? Ein einfacher Versuch mit dem vorhandenen Equipment sagt und zeigt mir da mehr als 10 Tabellen und Zahlen. In dem gezeigten Versuch wurde ein Geldschein aus Madagaskar als Versuchsobjekt gewählt.

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Zum Testen wurde ein Canon 16-35mm 2.8l ii USM und ein Sigma Makro 150mm F2,8 EX DG OS HSM an meine Canon 5D MKII  geschraubt. In    dem ersten Bild sehen Sie den ganzen Geldschein. Ich zeige diesen um einen Größenvergleich möglich zu machen und  den Lesern einen          Eindruck zu geben in welchem Bereich der Makro Fotografie ich mich hier bewegt habe. Der Abstand er Iris in den  Augen des Lemuren ist exakt    6mm klein. Nun aber zu den eigentlichen Makroaufnahmen die ich gemacht habe.

Die Aufnahmen wurden von Stativ und unter Mithilfe einer externen Lichtquelle (Lampe) aufgenommen. Um die Ergebnisse möglichst rein optisch  vergleichbar zu gestellten sind die Bilder nicht eingezoomt und auch nicht nachgeschärft worden.

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Im ersten Bild sehen Sie den Bereich um die Augen des Lemuren mit der 5D MKII und dem 150mm Makro von Sigma im maximal  möglichen Abbildungsmaßstab. Die bekannt exzellente Qualität dieses Objektives überzeigt mich was die Schärfe und den gesamten  Eindruck der Aufnahme an geht einmal wieder zu 100%. Die Kombination nutze ich schon seit Jahren, auch im Studio bei meinen  Tropfen Bildern sehr erfolgreich.

In diesem Text möchte ich an erster Stelle mit der Möglichkeit beschäftigen ein Objektiv mit Hilfe eines Adapters im Prinzip falsch herum an einer Kamera zu befestigen. In der getesteten Variante wurde das genannte Canon 16-35 mit Adapterringen von 82mm auf 58mm gebracht und dann der Traumflieger Retro Adapter angebracht. So sitzt das Objektiv nun falsch herum an der

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Eos und wirkt im Prinzip wie eine Lupe. Es werden extreme  Abbildungsmaßstäbe erreicht. Im linken Bild sehen sie das Objektiv bei 35mm  auf das linke Auge scharf gestellt. Ich nutze hier die Live View Funktion der EOS  die ich mir mit 100% Vergrößerung anschaue und dann manuell scharf stelle. Im  unteren Bild ist das 16-35 auf 16mm eingestellt. Wie schon angesprochen wurde  an den Bilder kein Ausschnitt gewählt. Dies bedeutet das die 6mm Abstand zwischen den Iris der Augen nun gerade noch so auf den Vollformat Sensor  der 5DMKII passen. Auch ist die Schärfe in beiden Fällen doch sehr sehr gut.  Auch  in Anbetracht dessen, das es sich hier um ein 30€ Teil handelt welches  sich im  Prinzip mit dem ca.1000€ teuren Canon MP-E 65mm f/2.8  Lupenobjektiv messen lassen muss.

IMG_8027Als Fazit kann ich nur sagen das es extrem Spaß macht mit dem Retro Adapter zu arbeiten. Es werden neue Welten der Makro Fotografie eröffnet. Als nächstes werde ich mich mal an Blüten, Salz, Zucker und vieles mehr ran machen. Es gibt auch eine Variante des Retro Adapters käuflich zu erwerben der dann die Möglichkeit bietet den AF trotzdem noch nutzen zu können. Bei Gelegenheit werde ich auch diese einmal testen und an dieser Stelle die Ergebnisse veröffentlichen.