Als Fotograf auf Reisen

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Sie wollen auf Reisen gehen und sind mit dem Virus der Fotografie infiziert? Dann ist an eine normale Reiseplanung wie sie vor einem Familien Urlaub abläuft kaum zu denken. Fragen wie „Haben wir genug Hosen im Gepäck“ werden schnell durch elementare und wirklich wichtige wie „sind genügend Akkus im Gepäck?“ ersetzt.

Nun ist es durchaus relevant in welches Land Ihre Reise Sie führen wird. Zum einen sind die örtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Reiselandes zu berücksichtigen. Zum anderen aber auch die in manchen Ländern nicht ganz so einfache Sicherheitslage. Es ist sinnig sich verschiedene Fragen vor der Planung zu stellen und diese im Idealfall schon zu einem möglichst frühen Zeitpunkt mit in die Organisation ein zu arbeiten. Nun möchte ich mich an genau diesen Fragestellungen entlang durch meinen Text hangeln.

Die wohl erste und wichtigste Frage im Zusammenhang mit der Planung ist jene nach dem Hauptinteresse Ihrer Fotografischen Tätigkeit. Aus der Antwort auf diese Frage ergeben sich große Unterschiede im Equipment, aber auch und vor allem in der Reiseplanung. Ein Landschaftsfotograf wird sich im Land unter Umständen völlig konträr zu einem Reportage Fotografen bewegen. Ein kleines Gedankenspiel. Ihr Reiseziel wird das im Moment so sehr beliebte Südafrika sein. Ein Reportage Fotograf wir sich sicher mehr in den Städten und an Lokationen regionaler Tradition aufhalten als dies ein Tier oder Landschaft Fotograf tut. Diese wiederum werden so schnell wie möglich die Großstädte verlassen und sich in die Nationalparks begeben.

Unmittelbar hier schließt sich schon automatisch die Frage nach dem Equipment an. Wo ein Portrait und Reportage Fotograf noch mit relativ kleinen und leichten Objektiven auskommen kann ist die Anforderung vor allem bei Tierfotografen zum Teil mit langen Tele Optiken doch sehr viel höher. Hier spielt das Gewicht der Ausrüstung ja nach Art und Weise wie Sie sich im Rahmen des Urlaubs bewegen wollen eine entscheidende Rolle. Mein eigener Rucksack hat z.B. aktuell ca.14kg. Nun bin ich relativ viel mit dem Ding auf dem Rücken unterwegs und wandere auch noch längere Strecken. Das macht nicht immer Spaß, dient aber der Sache. Sie sollten sich genau und vor allem ehrlich hinterfragen ob diese Anstrengungen für Sie machbar sind. In vielen Ländern gibt es die Möglichkeit sich mit einem 4×4 zu bewegen oder bei langen Wanderungen mit Trägern zu arbeiten. Dies kann eine horrende Erleichterung für Sie bedeuten. Auf alle Belange der unterschiedlichen fotografischen Schaffensbereiche ein zu gehen würde diesen Beitrag bei weitem sprengen. Nur ein paar kleine Anmerkungen aus meiner Erfahrung heraus kann ich gerne weiter geben.

 

            Akkus um auch mal 3-4 Tage ohne Steckdose überbrücken zu können .Landschaft-4
            Externe Datensicherung in einem Image Tank oder einem Laptop.
            Ein gutes Reisetaugliches Stativ wie z.B. das Manfrotto 055XPROB
            Ein Bohnensack
            Alte durchsichtige Duschhauben (liegen oft in Hotels)   
            Genügend CF/SD Speicherkarten
            Polfilter / Graufilter / Fernauslöser
            Und jede Menge Kleinkram

Für den Fall das Sie eine Reise zu einer Lokation planen die im Allgemeinen als nicht sicher gilt würde ich mich immer mit erfahrenen Kollegen oder örtlichen Ansprechpartnern im Vorfeld austauschen. Die Sicherheitslage in solchen Ländern sollte nicht unterschätzt, aber auch nicht dramatisiert werden. Allgemeine Gepflogenheiten und Tricks können ohne viel Aufwand umgesetzt werden.

 

  • Keine Wertgegenstände offen tragen
  • Eine Fake Geldbörse kann helfen (alte Kreditkarten und ein wenig Bargeld)
  • Bargeld an mehrere Stellen verteilen
  • Nicht alleine unterwegs sein
  • Gehirn einschalten!!

 

 

So, nun auf geht’s in Reisebüro Ihres Vertrauens und die nächste Fotoreise gebucht.

 

Gutes Licht

Christian Mütterthies