(7) Hochdachkombi wird Fotomobil.

Wie aus meinen Ford Tourneo einen Fotocamper wurde.


Los geht’s mit dem Umbau.


Nachdem im Winter mein heiß geliebter Fiat Doblo leider einen tragischen Tod gestorben ist, musste was Neues her. Der Doblo war das mit Abstand hässlichste, aber auch praktischste Auto das bisher in meiner Einfahrt stand. Also begab ich mich auf die Suche nach einem neuen Weg Begleiter. Dabei sollte dieser für den Alltäglichen Gebrauch und als Fotomobil dienen. Als Natur und Landschaft Fotograf werden hier wohl etwas andere Dinge als wichtig erachtet, als dies bei einem normalen Autokauf der Fall ist. So konnte ich das Gesicht des Verkäufers als „der hat sie nicht alle“ interpretieren, als ich mich zu aller erstes in den Kofferraum flach auf den Boden legte und meinte, „SUPER, das geht”. Was war der Grundgedanke hinter der ganzen Aktion?

Ein neues/gebrauchtes Auto musste her. Also erst mal geschaut was das Ding können muss. Gott sein Dank lege ich 0 Wert auf Sachen wie Farbe, Optik und sonstigen Schnickschnack. Das Auto musste in jedem Fall, ohne die Vordersitze zu bewegen eine Liegefläche von 2 m Länge bis zum Kofferraum haben. Also auf die Suche gemacht nach einem geeigneten Auto. Da gibt es einige, aber doch noch mal nicht so viele, wenn man alles rauswirft was wie ein Bus oder ein Camper aussieht. Hängen geblieben bin ich dann auch dank einer SUPER Beratung durch die Jenal Auto Arena GmbH, bei einem Ford Grand Tourneo connect.

Jetzt gehts aber los geht’s mit dem Ausbau.

Aus dem Hochdach-Kombi sollte ein Foto Mobil werden. Die Idee war es, vor Ort oder in der Nähe der Foto Location übernachten zu können. Gerade zum Sonnenaufgang ist das eine ganz feine Sache.

Was wurde gemacht? Die einzelnen Schritte in einer chronologischen Abfolge. Hier muss ich dazu sagen, dass ich keiner bin der jeden einzelnen Schritt vorher durchdenken möchte und jedes Maß 1000 mal hinterfragt und alles theoretisch erst 10 mal durchplant. Wenn ich ehrlich bin hab ich die ganze Camping Box gebaut bevor das Auto vor meiner Haustür stand. Lediglich einige Maße wurden natürlich im Vorfeld genommen.

– Breite zwischen den Radkasten hinten.

– Höhe vom Boden bis unter den Himmel des Autos

-hintere Länge bei geschlossenem Kofferraum bis zu den Vordersitzen in Fahrstellung

– Höhenunterschied zwischen Boden und der umgeklappten Rückbank.

Jetzt aber ab an die Kreissäge. Als Material wurden einfache Birke Furnier Multiplex Platten in 15 mm Stärke verarbeitet. Gut das ich in einer Baustoff Handlung arbeite. Auf den Bildern seht ihr die Dreiteilung der Campingbox, so wie ich sie von Beginn an geplant hatte. Links ist die „Küche“ zu sehen. Dort steht auf einer Schublade alles was ich für kurze Trips und Übernachtungen „on Location“ brauche. Vom Gaskocher bis zum Grill und dem Geschirr.

In der Mitte findet sich der „Kühlschrank“. In meinem Fall eine Dometic Kühlbox mit 16 Liter Fassungsvermögen. Was locker reicht für 2-3 Tage. Nach einigen Einsätzen kann ich nun sagen, das die Box von der Größe in jedem Fall reicht. Ein weiterer großer Vorteil der Box ist deren integrierter Spannungswächter. Dieser schaltet die Boxautomatisch ab bevor die Bordbatterie in die Knie geht.

Der rechte Bereich beinhaltet das „Bad“. Dort ist unten ein 20 Liter Kanister und oben eine kleine Ablage mit einer Box in der alles Mögliche drin ist. Typisch Fotograf halt viele Akkus, Kabel, Stecker und Adapter aller Art.

Das Herzstück ist sicher aber die obere Platte der Box. Diese ist 110×70 cm groß und kann durch eine zweite Erweiterung nach Vorne auf eine Größe von 110×200 cm gebracht werden. Dort die Klapp Matratze darauf und fertig ist das “Schlafzimmer“.

Ein noch nicht ganz gelöstes Problem, an dem ich noch arbeite ist die Stromversorgung der Kühlbox und dem Elektro-Geraffel. Der Ford schaltet nach 20 Minuten alle Zigarettenanzünder in dem Auto einfach ab. Sorry Ford „was ein Schwachsinn“. Ich schwanke jetzt zwischen zwei Lösungen. Zum einen kann ich einen 12V Dauer plus von der Batterie nach hinten legen. Natürlich mit Spannungswächter. Oder ich sorge für einen externe Versorgung durch einen Goal Zero Yeti 400, 500, 150 und 1250 oder etwas ähnliches. Mal sehen was ich da machen werde. Die ersten Übernachtungen in Köln, dem Pfälzer Wald und im Saarland waren schon mal genial. Es werden viele weitere folgen. Immer schön in der Nähe der Fotopunkte, so das die teils doch langen Fahrten mitten in der Nacht vor Sonnenaufgang einfach wegfallen. Ihr habt noch Ideen, Fragen, Anregungen oder auch Kritikpunkte? Raus damit in die Kommentare.

LINKS zu den wichtigsten Produkten die ich beim Ausbau genutzt habe findet Ihr hier im Beitrag.

Ich bin mir sicher, dass noch ein paar Fragen offen sind. Also gerne eure Kommentare und Anregungen unten unter den Beitrag oder per Mail an mich.


von Christian Mütterthies, Herausgeber


  • Naturfotograf
  • Referent
  • Workshopleiter
  • Networker
  • Teil von “Natur im Fokus”
  • Fototrainer


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8 Kommentare

  1. Hallo Florian,

    das ist ja witzig. Da sollten wir uns auf jeden Fall mal Treffen. Spätestens beim Syndikat Treffen 2021 stellen wir die 2 nebeneinander.
    Der Ford ist einfach bis auf ein paar Kleinigkeiten, bisher sehr gut geeignet. Liegefläche reicht sogar für 2.0 Meter Menschen.

    GUTES LICHT
    Christian

  2. Hei Christian,
    Nun lese ich gerade deinen Fotoblog 😃 😃 😃 und was soll ich sagen:
    Genau so erging und ergeht es mir gerade. Meine Miniatur Fotomobilkiste, oder sollte man besser sagen "Kistchen" (FIAT QUBO) gibt den Geist auf. Nach 6 Wochen suche darfst du nun dreimal raten, was mein neues Fotomobil wird 😃 😃 😃
    Ich lach mich schlapp, auch ein Ford Tourneo Connect 😃 Naja, und dreimal darfst du raten.... auch ich werde ihn mir ein klein wenig zurecht bauen nach meinen Bedürfnissen 😉
    Also, wird mal Zeit, daß wir zwei Fordis dann eine Fototour machen!!!! 😉 Ich bestehe drauf!!! 😃 😃 😃

  3. Hallo Angela

    Da werde ich auf jeden Fall noch nachlegen müssen. Da hast du wohl zu 100% Recht. Ich hab noch nicht wirklich viele Bilder vom Ausbau gemacht. Setzte aber die Tage hier mal ein paar drunter.

    Danke für deinen Kommentar.

    GUTES LICHT
    Christian

  4. Hallo Christian,

    vielen Dank für den Blogbeitrag. Ich bin aktuell auf der Suche nach dem gleichen Fahrzeug, um es ebenfalls zu einem Camping-Mobil umzubauen. Deine Links finde ich sehr nützlich und werde ich mir mal zu Gemüte führen.

    Eine Sache habe ich allerdings vermisst: Bilder. Du bist doch Fotograf, wieso machst du dein Foto-Mobil nicht auch zum Foto-Model?

    Viele Grüße,
    Angela

  5. Hallo Marcel

    In einen Fiesta so etwas einzubauen ist sicher noch mal eine andere Herausforderung. Ich hab mir das Auto ja schon extra für diesen Ausbau gekauft. Zumindest war es einer der Hauptgründe den Ford zu kaufen.
    Danke für deinen Kommentar, vielleicht stehen wir ja mal auf einem Parkplatz nebeneinander und gehen zusammen auf Tour.

    GUTES LICHT
    Christian

  6. Sehr cool Christian. Ich habe im letzten Herbst damit angefangen meinen Ford Fiesta Camping tauglich zu machen. Ich habe mir ein Gestell gebaut, welches man zusammenklappen kann und jederzeit einfach und schnell in's Auto installieren kann oder eben wieder herausnehmen kann. Dazu eine 10cm dicke Matratze - dazu kommen noch Verdunkelungen für die Seitenscheiben und dann mal schauen wie sich das im Frühjahr weiter entwickelt. Man hat zwar nicht sehr viel Platz aber für eine, vielleicht zwei Nächte ist das eine gute Alternative, zumindest für mich. Später darf's dann auch gern etwas bequemer und größer werden, 🙂

    Liebe Grüße aus Dänemark

    Marcel

  7. Hallo Thomas,

    worauf wartest du dann noch? So viel wie du unterwegs bist, würde sich so ein Umbau zu 100% rentieren.
    Ich hab den inzwischen fast immer im Auto drin. Schnell mal eine Tasse Kaffee nach dem Spaziergang mit dem Hund, macht auch spaß.

    GUTES LICHT
    Christian

  8. Ein toller Bericht Christian! Ich hätte glatt Lust zum Nachbauen 😊
    Viele Grüße,
    Thomas

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